Wie finde ich meinen Stern am Nachthimmel mithilfe eines Teleskops?

Wie nutze ich ein Teleskop?

Sternsuche mit dem Teleskop

Das Wichtigste zuerst: Bevor du dein Teleskop im Nachthimmel testest, solltest du dich bei Tageslicht mit den einzelnen Bestandteilen und Anwendungen vertraut machen, um später problemlos das Teleskop ausrichten und scharfstellen zu können. Vor allem die unterschiedlichen Vergrößerungen solltest du ausprobieren, um bei Nacht gezielt die Einstellungen verändern zu können.

Je nach Modell des Teleskops können die folgenden Beschreibungen etwas variieren.

Aufbau eines Teleskops

Seitlich des großen Fernrohrs findest du meist ein kleines Suchfernrohr, auch Sucher genannt. Der Blick durch das Hauptfernrohr zeigt dir einen sehr großen Ausschnitt am Himmel. Der Sucher dagegen ermöglicht es, kleine Sterne sowie Sternbilder zu entdecken und fokussieren. Ein Fadenkreuz ermöglicht es dir, die gewünschten Positionen zu fixieren.

Diesen Vorgang übst du am besten bei Tageslicht, indem du ein circa 20 bis 30 Meter weit entferntes Objekt fokussierst. Du kannst langsam mithilfe der Schrauben die Suchausrichtung verändern, bis du das von dir gewählte Objekt perfekt durch das Suchfernrohr erblicken kannst.

Bezüglich des Bildes wird dir bei Tageslicht auffallen, dass dein ausgesuchtes Objekt, sei es ein Haus oder ein Baum, auf dem Kopf steht. Dies ist bei allen astronomischen Teleskopen so, da die Orientierung des Gesichtsfeldes bei der Beobachtung des Himmels keine Rolle spielt. Zusätzliche optische Bauteile würden nicht nur die Kosten des Teleskops erhöhen, sondern auch die Bildqualität verschlechtern.

Aufstellung und Ausrichtung eines Teleskops

Bei der Aufstellung und Ausrichtung des Teleskops gibt es zwei Möglichkeiten: Die äquatoriale Montierung, bei der sich die Achsen entlang der Himmelskoordinaten bewegen, und die azimutale Montierung, bei welcher sich die Achsen senkrecht und waagrecht zum Horizont bewegen.

Bei der Beobachtung selbst ist es enorm wichtig, dass du ständig die Bildschärfe regulierst. Das bedeutet, mithilfe des Fokus mit der Schärfeeinstellung zu spielen. Eigentlich sollten beide Augen geöffnet bleiben, du kannst das unbenutzte Auge aber auch mit der Hand oder einer Augenklappe abdecken.

Beobachtung: Bewegungen am Sternenhimmel

Bestimmt sind dir die Bewegungen des Sternenhimmels schon aufgefallen. Durch die Rotation der Erde gehen alle Gestirne im Osten am Nachthimmel auf und im Westen wieder unter. Rasche Bewegungen äußern sich zum Teil durch künstliche Satelliten, aber natürlich auch in Form von Sternschnuppen.

Außerdem bewegt sich der Mond vor den Fixsternen, was bedeutetet, dass er zeitweise unterschiedliche Sterne bzw. Planeten verdecken kann. Die sogenannten Eigenbewegungen der Sterne sind sehr klein. Sterne rotieren um das Zentrum der Milchstraße. Da sie jedoch mehrere Lichtjahre von der Erde entfernt sind, wurde diese minimale Bewegung lange Zeit nicht entdeckt. Auf Basis dessen entstand die Bezeichnung Fixstern.

Ein bipolarer Strom eines Sterns hingegen beschreibt den Materialverlust in zwei entgegengesetzte Richtungen. Dieses besondere Phänomen führt dazu, dass ein einzelner Stern als mehrere Sterne wahrgenommen werden kann.

Deinen eigenen Stern finden

Nachdem du nun um den Aufbau, die Aufstellung und die Funktion des Teleskops weißt, kannst du auch deinen eigenen Stern am Nachthimmel suchen. Hier hilft dir auch die Sternfinder App oder die Koordinaten des Sterns, die du auf deinem Sterntaufen Zertifikat findest.