Sternbild Andromeda

Steckbrief

Lateinischer Name
Andromeda
Hemisphäre
Nördliche Hemisphäre
Sichtbarkeit
Ganzjährig
Fläche
722 deg²
Hellster Stern
Sirrah (HIP Nummer 677)
Besonderheit
Mehrere Galaxien, zwei offene Sternhaufen, ein planetarischer Nebel
Sternbild Andromeda

Das Sternbild Andromeda (lat. ebenfalls Andromeda) ist nach einer Prinzessin aus der griechischen Sage benannt. Es gehört zu den 48 klassischen Sternbildern der Antike, die bereits vom griechisch-römischen Astronom Ptolemäus beschrieben wurden.

Es liegt am nördlichen Nachthimmel und beinhaltet neben drei sehr hellen Sternen auch eine ganz besondere Galaxie, die Andromedagalaxie.

Hemisphäre, Sichtbarkeit und Fläche

Das Sternbild Andromeda liegt am nördlichen Sternenhimmel. Aufgrund seiner Lage ist es auf der gesamten Nordhalbkugel sichtbar und kann südlich des Äquators bis zum 35. Breitengrad beobachtet werden. Das entspricht ungefähr Sydney (Australien) oder Santiago de Chile (Chile).

Die Sternkonstellation ist teilweise zirkumpolar. Sie ist also grundsätzlich das ganze Jahr über sichtbar, dennoch verschwindet sie zu bestimmten Uhrzeiten unter dem Horizont. In manchen Nächten kann sie nur für etwa eine Stunde gesehen werden.

Die besten Monate zum Beobachten dieses Sternbilds sind September bis Februar, denn zu dieser Zeit steht es weit oben am Nachthimmel.

Es ist etwa 722 Quadratgrad groß und von den Konstellationen Fische, Dreieck, Eidechse, Pegasus, Kassiopeia und Perseus umgeben. Die letzten drei sind ebenfalls nach Personen aus der griechischen Mythologie benannt.

Die drei auffälligsten Sterne sind Sirrah, Mirach und Alamak. Sie bilden die Hauptsterne und befinden sich in etwa auf einer Linie.

Sirrah (lat. α Andromedae), auch bekannt mit dem Namen Alpheratz, ist mit einer scheinbaren Helligkeit von etwa 2,06 mag der hellste Stern in Andromeda. Es handelt sich hierbei um ein Doppelsternsystem in ungefähr 100 Lichtjahren Entfernung.

Besonderheiten im Sternbild

Im Bereich von Andromeda liegen einige interessante Deep-Sky-Objekte. Darunter befinden sich mehrere Galaxien, zwei offene Sternhaufen und ein planetarischer Nebel.

Das bekannteste Gebilde ist die Spiralgalaxie namens M31 (Messier 31). Sie ist das weit entfernteste Objekt am Nachthimmel ist und von der Erde bei guten Bedingungen mit dem bloßen Auge beobachtet werden kann.

Sie liegt etwa 2,5 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt und ist als schwach leuchtender Nebelfleck, ähnlich wie die Milchstraße, zu erkennen. Daher stammt auch der typische Name „Andromedanebel“.

Die Galaxie besteht aus bis zu 300 Milliarden Sternen und wird schätzungsweise in 10 Milliarden Jahren mit der Milchstraße kollidieren, da sie sich konstant auf sie zu bewegt.

Der Andromedanebel befindet sich in der Nähe des Sterns μ Andromedae.

Andromeda Galaxy
Spiralgalaxie M31, Andromedagalaxie, Andromedanebel

Geschichte und Mythologie

In der griechischen Mythologie war Prinzessin Andromeda die einzige Tochter des Königs Kepheus und seiner Gattin Kassiopeia. Zur gleichen Zeit lebten die Nereiden, 50 Töchter des Titanen Nereus und seiner Frau Doris. Jede einzelne jener 50 Frauen galten als die Definition der Schönheit in der Antike. Poseidon, der Gott des Meeres, nahm eine von ihnen zur Frau.

Als Kassiopeia, getrieben von ihrem Eitel, sich und ihre Tochter als die schönsten Frauen der Welt bezeichnete, wurde Poseidon gedrängt ein Meeresungeheuer in Form eines Walfisches zu entsenden, um die Küste von Kepheus' Reich zu verwüsten.

Um seine Untertanen zu schützen, suchte Kepheus ein Orakel auf. Dieses besagte, dass er Andromeda opfern müsse, um die Wut des Meeresgottes und seiner Frau Doris zu besänftigen. Demnach kettete er seine eigene Tochter an einen Felsen, die voller Angst auf ihr Schicksal wartete.

Als sich das Seeungeheuer Cetus ihr näherte, erschien der Held Perseus. Dieser erkannte die Schönheit und die Unschuld der jungen Frau. Er rettete sie schließlich vor dem Tod, indem er das Ungeheuer vernichtete. Später nahm Perseus Andromeda zur Frau.

Zur Erinnerung dieser Geschichte wurden alle Beteiligten als Sternbild in den Himmel gesetzt.